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Nachlese der Landeswettbewerbe

für Film und Video in Schleswig-Holstein

Der 56. Landeswettbewerb des SHLFA in Lübeck am 17. 10. 09 war gleichzeitig ein Jubiläum.

Die asfa Lübeck feierte ihren 50. Geburtstag und richtete deshalb den Landeswettbewerb in den Media Docks an der Trave in einer stilvollen Umgebung aus.

Nach den Ansprachen begann der Wettbewerb mit einem Werbefilm der Media Docks und einem filmischen Rückblick über die 50 Jahre asfa Lübeck.
Da sehen wir wieder, dass wir doch mittlerweile in die Jahre gekommen sind!

Es waren 14 Filme gemeldet, und die Jury hatte ein hartes Stück Arbeit mit der Vielfalt filmerischen Schaffens.

Der erste Film des Wettbewerbs „ Es muss nicht immer Mallorca sein „ war von Helmut Greve von der VFG Rendsburg. Er zeigte uns einige der schönsten Seiten Deutschlands, z. B. Gengenbach, wo es ein Fasnachtsmuseum gibt, und Staufen, wo Dr. Faust gelebt haben soll. Er ließ eine Porzellanmalerin zu Wort kommen und zeigte uns in einer Glaswarenfabrik die Arbeit einer Glasschleiferin.
Ein Besuch in einem Storchenparadies mit Fütterung schloss diesen interessanten Film ab. Er erhielt eine Teilnehmerurkunde.

Willy Speck aus Flensburg zeigte uns den 2. Film „Sylt, ein Blick hinter die Kulissen“. Wir sahen einmal Orte der beliebten Insel, die etwas abseits der Touristenströme liegen. Dabei erklärte er uns anschaulich die Probleme der Insel, nämlich den stetigen Kampf gegen die Naturgewalten, gegen das Meer, das durch die Stürme immer mehr Sand wegreißt, und die Bemühungen der Menschen, mit großen Spülrohren den Sand wieder an die Küste zu spülen. Schöne Naturaufnahmen und ein guter Kommentar rundeten diesen Film ab. Er bekam einen 3. Preis.

der Spielsüchtige“ hieß der dritte Film des Wettbewerbs. Autoren waren Peter Bech und sein Enkel Bastian von der VFG Rendsburg. Der Kurzspielfilm hatte ein brisantes Thema, es ging nämlich um das übermäßige Spielen am PC mit den sogenannten „ Ballerspielen“, die einen hohen Suchtcharakter für viele Jugendliche haben.
Ein mutiger und wichtiger Film gerade für junge Leute, die ihr PC- Verhalten einmal kritisch hinterfragen sollten.
Der Film erhielt eine Telnehmerurkunde und eine Lobende Anerkennung für den Mut, ein solch brisantes Thema aufzugreifen und zu bearbeiten.

Einen Dokumentarfilm über das Leben der Malerin Paula Modersohn- Becker zeigte uns Holger Becker von der asfa Lübeck. „Schönes köstliches Braun“.
Er brachte uns im Wechsel mit bewegten Fotografien, Spielszenen, Bildern der Künstlerin und wunderschönen Naturaufnahmen ihres geliebten Moores bei Worpswede das Leben der Paula Modersohn- Becker nahe.
Durch Farbregie und akustische Untermalung der Fotos gelang ihm ein sehr interessanter Bilderbogen über die Künstlerin und ihr kurzes Leben in der Künstlerkolonie Worpswede.
Dieser Film erhielt einen ersten Preis, die silberne Schere für den besonderen Schnitt, den Publikumspreis sowie die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Dokumentation.

Dieter Kobrock von der VFG Rendsburg zeigte uns im 5. Film des Wettbewerbs
Es fliegt“ eine interessante Reportage über die Entstehung eines Modellflugzeuges von der Planung am PC bis zum Flug auf dem Modellflugplatz. Schüler an der CIMTT der Fachhochschule Kiel hatten sich dieses Projekt zur Aufgabe gemacht.
In tollen Großaufnahmen konnten wir die Entstehung mitverfolgen, konnten sehen, wie vielfältig und aufwändig die verschiedenen Arbeitsgänge sind. Durch geschickte Montage der Filmsequenzen kam dieser Film ohne erklärenden Kommentar aus und zeigte uns, dass trotz Chaos in der Klasse ein gutes Ergebnis möglich war.
Der Film erhielt einen dritten Preis.

Dass Namibia eine Reise wert ist, konnten wir auch diesmal wieder erleben. Helmut Kirsten von der asfa Lübeck brachte uns in seinem Reisefilm „Namibia, der Süden“ die Naturschönheiten dieser Region Südafrikas nahe. Wunderschöne Naturaufnahmen der Pflanzen, Bäume und Tiere erweckten den Film zum Leben.
Am schönsten waren die Aufnahmen der untergehenden Sonne mit den Köcherbäumen im Vordergrund, und spätestens jetzt muss in jedem der Wunsch entstehen, diese Landschaft einmal selbst zu sehen. Der Film erhielt einen dritten Preis.

Bei Anke auf dem Olivar“ hieß der Film von Harald Breddin aus Farmsen. Er berichtete in seiner Reportage von einer Aussteigerin, die sich einen Traum mit dem Kauf eines Ölbergs auf Mallorca erfüllt hatte. Abseits der Zivilisation lebt sie ganz allein dort und erzählte dem Autoren in einem Interview von ihrem Leben und den Schwierigkeiten, die sich daraus ergeben.
Der Autor schafft es durch eine abwechslungsreiche Kamera und gezielte Fragen, uns die Persönlichkeit der Frau Anke nahezubringen.
Der Film erhielt eine Teilnehmerurkunde.

In seinem ersten Film über die Wikinger hatte uns Lothar Sack aus Lübeck schon viel über den Weltumsegler Burkhard Pieske erzählt. Der zweite Film „Auf den Spuren der Wikinger 2“ nahm uns der Autor mit nach Grönland. Er begleitete die Wikinger Crew auf der Fahrt mit dem selbst gebauten Schiff zu der Grünen Insel im Atlantik.
Atemberaubende Aufnahmen des Wikingerschiffs zwischen den Eisbergen und das Leben der Wikinger in Originalkostümen bestimmten den Film. Krönung war die Hochzeit Burkhard Pieskes und seiner Lebensgefährtin in einer Kirchenruine, die noch aus der Wikingerzeit stammt. Ein guter Sprecher und passende Musik rundeten den Film ab, der die Goldene Filmspule, einen ersten Preis , den BDFA- Wanderpreis für den Film mit der höchsten Wertung sowie die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Reportage bekam.

Eine Orgel entsteht“ zeigte uns Nico Bossen aus Flensburg.
Wir wurden Zeuge davon, wie viel Arbeit in so einem Projekt steckt. Unendlich viele Teile sollen zu einem Ganzen zusammengefügt werden, bis ein Organist darauf seine Musik spielen kann. Dass so etwas Jahre dauert, und wie viel Technik in so einem Projekt steckt, konnten wir in 40 Minuten nur annähernd erahnen. Ein riesengroßes Kompliment an die Baumeister, die den Überblick über das Gesamtwerk behalten müssen, und an den Filmautoren, der in diesem Mammutfilm die Übersicht über die Filmaufnahmen behielt!.
Dieser Film bekam eine Teilnehmerurkunde.

Peter Kohnke aus Lübeck zeigte uns den 10. Film des Wettbewerbs „ Im Land der Saltis“. Auf seiner Reise durch den Norden Australien von Cairns im Osten durch den Kakadu- Nationalpark nach Darwin im Norden beobachtete er die Salzwasserkrokodile in der Natur und in den großen Aufzuchtstationen. Diese Tierart ist geschützt und darf nicht gejagt werden. In tollen Aufnahmen brachte er uns die kraftvollen Tiere mit den beeindruckenden Zähnen nahe, so dass wir eine Ahnung davon bekamen, wie gefährlich die Krokodile sind.
Dieser Film bekam einen zweiten Preis und wurde weitergemeldet zum Bundeswettbewerb Reise.

Ein Tierfilm besonderer Art war der Film von Helmut Schwettmann aus Farmsen.
Die Winkerkrabben von Rio Roche“.
An der Atlantikküste im Süden Spaniens leben die seltenen Winkerkrabben. Sie kommen während der Ebbe aus ihren Schlicklöchern, um in dieser Zeit auf Nahrungssuche zu gehen. Da sie es gleichzeitig tun, sieht es aus, als marschierte eine Armee in die gleiche Richtung. Der Autor hat es durch Unterlegung dieser Bilder mit einer passenden Marschmusik geschafft, dem Film eine komische Note zu geben, die beim Publikum ein herzliches Gelächter auslöste.
Dieser Film bekam eine Teilnehmerurkunde.

Dass es sehr schwierig ist, auf einer Busreise brauchbare Bilder zu drehen, weil eigentlich gar keine Zeit zum Filmen ist, ist jedem bekannt. Edgar Schreyen aus Kiel hat es mit seinem Film „Im Land der Seefahrer“ aber doch geschafft, uns einen schönen Eindruck von den Stationen seiner Reise im nördlichen Portugal zu machen.
Wir erlebten die Sehenswürdigkeiten der einzelnen Städte, sahen in Gärten mit wunderschönen Blumen, besuchten Kirchen und konnten uns so ein Bild vom Land der Seefahrer schaffen. Der Film bekam eine Teilnehmerurkunde.

Lebenswege“ hieß der Film von Peter und Karla Bech von der VFG Rendsburg. Vor fünfzehn Jahren traf sich eine Gruppe Jugendlicher in einem Gemeindehaus, um über ihre Einstellung zu Gott und der Bibel zu reden.
Jetzt, fünfzehn Jahre später, besuchten die Autoren die inzwischen erwachsenen und in verschiedenen Ländern lebenden jungen Leute und stellten ihre verschiedenen Lebenswege und –modelle vor. Es war sehr interessant zu erleben, wie sie sich in der Zwischenzeit entwickelt hatten, und wie viel von der ehemaligen Einstellung übrig geblieben ist. Obwohl dieser Film eigentlich nur aus Interviews besteht, haben die Autoren in ihrer ganz speziellen Art geschafft, diesen Film trotzdem mit Leben zu füllen. Geschickte Montage, phantasievolle Übergänge und nicht zuletzt die Persönlichkeiten der befragten jungen Leute machten diesen Film zu einem ganz besonderen Seherlebnis.
Dieser Film erhielt einen zweiten Preis und wurde zum Bundeswettbewerb Dokumentation weitergemeldet.

Der letzte Film des Wettbewerbs hieß „Ich glaub, ich träum!“ von Wolfgang Schydlo aus Ahrensburg. Im Juni 2009 feierte Hamburg seinen 27. Motorradgottes- dienst mit einem großen Open Air-Festival. Durch geschickten Schnitt und Parallelhandlungen konnten wir in 13 Minuten einen farbenfrohen Bilderbogen dieses Ereignisses erleben. Interviews, Lifekonzerte und Bilder vom Treiben vor der Kirche St. Michael machten den Film zu einer rasanten Reportage.
Er bekam einen zweiten Preis, den Sonderpreis der Stadt Segeberg für die beste Reportage und die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Reportage.
Nachdem die Jury die schwere Aufgabe der Besprechung und Bewertung erfolgreich abgeschlossen hatte, konnten wir uns nun den kulinarischen Genüssen zuwenden. Ein tolles Büffet, liebevolle Dekoration und eine aufmerksame Versorgung mit Getränken machten den Abend, an dem sehr viele Autoren und Zuschauer teilnahmen, zu einem schönen Erlebnis. An dieser Stelle nicht zu vergessen die Betreuung während des ganzen Tages mit Brötchen, Kuchen, Torten und Getränken!
Zur Unterhaltung hatten sich die Lübecker die „Kerzel´s Ragtime Band“ engagiert, die mit ihren schwungvollen Jazzrhythmen Stimmung machten.
Alles in allem ein sehr gelungener, dem Anlass entsprechender Tag, der in einem würdigen Rahmen zu Ende ging.
Beim 100. Jubiläum sind wir natürlich wieder dabei!

Aber vorher ist da ja noch der 57. Landeswettbewerb in Groß Rönnau, den die Bad Segeberger ausrichten wollen.
Wir sollten keine Zeit verlieren und uns jetzt schon an die Arbeit machen, wieder so vielfältige und interessante Filme abzuliefern wie jetzt. Also dran denken : Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ich freue mich jetzt schon darauf.

Herzliche Grüße
Eure Ute Riecken


 

Am 28. 03. 2009 richtete der Segeberger Schmalfilm- und Videoclub den 55. Landeswettbewerb des SHLFA nicht in Bad Segeberg, sondern in Groß- Rönnau aus. Wer diesen Ort bisher nicht kannte, wurde nicht enttäuscht, denn im Gemeindehaus des Ortes hatten die Filmfreunde einen ausgezeichneten Ort für die Ausrichtung gefunden.

Der Saal für die Projektion war gut, und für das leibliche Wohl von uns Gästen wurde liebevoll mit gutem Essen und vielen liebevollen Kleinigkeiten gesorgt.

Nach den obligatorischen Begrüßungsansprachen ging es dann in die Vollen. Die Jury hatte viel zu tun, galt es doch 19 Filme zu sehen, zu verstehen und zu beurteilen. Neu war in diesem Jahr, dass es zwischen den einzelnen Blöcken keine Jurydiskussion mehr gab, sie fand am Ende der Projektion statt.
Ob es nun eine gute Entscheidung war, die Filme nach Kategorie zusammen zu fassen, sei dahingestellt. Ich persönlich finde es schöner und abwechslungsreicher, wenn man die verschiedenen Sparten mischt.

Es begann mit dem Block Reisefilm.

Gerhard Jagow von der VHS Farmsen machte mit seinem Film „ Venedig“ den Anfang.
Er begann mit vielen schönen Detailaufnahmen, zeigte uns Plätze , Gebäude und Brücken. Ein Gondoliere fuhr die Touristen durch den Canale Grande, und erst dort ging uns langsam auf, dass es nicht das echte Venedig sein konnte, denn der Maßstab und der saubere Zustand der Gebäude passten nicht zur Wirklichkeit. Das Aha- Erlebnis war vorprogrammiert: Wir befanden uns in Las Vegas!
Schön die Musik, die den Gondoliere begleitete, sie unterstrich die Fahrt mit der Gondel.
Dieser Film erhielt eine Teilnehmerurkunde .

Der zweite Film kam von der asfa Lübeck. Hans- Jürgen Paulien nahm uns mit auf „Eine blaue Reise“. Die Fahrt ging mit einem Holzsegelboot an der Türkischen Mittelmeerküste entlang.
Neben den schönen Landschaftsaufnahmen bestach hauptsächlich das Leben an Bord die Zuschauer.
Wir wurden mitten in das Leben mit hinein genommen, nahmen teil am Sonnenbaden, am Baden in den kleinen Buchten am Ende des Tages und an den Grillfeiern an Land. Ein Besuch eines Marktes und schöne Abendaufnahmen schlossen den Film. Schöne Großaufnahmen, angenehme Musik, die die Handlung unterstrich, machten diesen Film sehenswert.
Er bekam einen 3. Preis.

Wir fahren nach Berlin“ war der Titel des dritten Filmes von Willi Speck von den filmamateuren Flensburg. Drei Männer fuhren in die Hauptstadt, um sie zu erkunden. Sie besuchten alle sehenswerten Plätze wie Reichstag, Hackesche Höfe, Potsdamer Platz und machten eine Spreefahrt.
Alles so, wie alle Touristen es tun, aber dennoch hat der Autor es geschafft, uns ein ganz ungewöhnliches Bild der Stadt zu vermitteln. Er konzentrierte sich ganz auf die moderne Architektur der Gebäude und eröffnete mit der Kamera ganz neue Perspektiven. Natürlich ging es auch ins Sony- Zentrum, natürlich, es war ein richtiger Männerfilm. Zum Schluss kam dann noch die Architektur des Bierglases zum Zug. Ein toller Film!
Er bekam einen 3. Preis.

Peter Weiß von den Film- und Videoamateuren Kiel zeigte uns den Film „Romantik, Arbeit und Fürsorge – Die Kieler Seemannsmission
Während der Kieler Woche wurde der neue Diakon der Seemannsmission in sein Amt eingeführt. Wir waren beim Gottesdienst im Freien dabei. Die vorbei fahrenden Schiffe auf dem Nord- Ostsee- Kanal sowie ein Shantychor schufen eine feierliche Atmosphäre. Nach dem Festakt erzählte uns der Diakon etwas über die wichtige Aufgabe der Kieler Seemannsmission.
Der Autor hat es geschafft, mit nur einer Kamera uns hautnah dabei sein zu lassen.
Ein interessanter Film, der einen 3. Preis bekam.


Von der Ostsee in die Wüste – so etwas kann man nur unter Filmern erleben!
Gernot Flammiger von der VFG Rendsburg nahm uns mit! „Heißer Ritt durch die Wüste“ hieß der Film, der ein ungewöhnliches Event für Touristen und Einheimische zeigt: Nämlich Auto fahren durch trockenen heißen Sand bei 40 Grad in der Wüste bei Abu Dhabi.
Selbst die Kamele schütteln die Köpfe und wissen nicht, wie man an so etwas Spaß haben kann. Aber ein Erlebnis ist es doch. Da kurven Männer mit PS- starken Autos die Sanddünen rauf und runter – und richtig Spaß macht es erst, wenn man im heißen Wüstensand stecken bleibt. Da braucht man starke Nerven und eine guten Führer, der einem wieder raus hilft.
Der Film lebt von den eindrucksvollen Bildern der Wüste und dem Spaß, den die Männer dabei haben. Echt interessant, auch wenn ich kein Kamel bin.
Der Film bekam einen 3. Preis.

Nach der Kaffeepause ging es in den Block 2.

Der erste Film dieses Blocks hieß „Seltener Ton mit Tradition“ von Elisabeth Krafft von der VHS Ahrensburg. Bei einem Rundblick mit der Kamera über die Weinberge in der Südsteiermark lag ein merkwürdiger Ton in der Luft. Beim Näher kommen verwandelte er sich immer mehr in ein Klappern.
Der Grund dafür wurde uns jetzt gezeigt: Es handelte sich um Klappermühlen aus Holz, die in der Gegend sehr verbreitet sind und auch nur dort hergestellt werden. Die Bauern verwenden sie als akustische Vogelscheuchen. In einer Werkstatt konnten wir den Bau dieser Konstruktion mit verfolgen, schöne Großaufnahmen zeigten uns die Funktionsweise dieser Klappermühlen sehr deutlich.
Ein sehr interessanter und lehrreicher Film!
Er bekam einen 2. Preis und wurde weiter gemeldet zum Bundeswettbewerb Folklore.

Harald Breddin von der VHS Farmsen zeigte uns „Apfelernte in Oberplars/ Meran –Südtirol“.
Auf einer Apfelplantage konnten wir die Ernte, den Transport und das Einlagern verfolgen und die Verarbeitung der Klasse II- Äpfel zu Saft miterleben. Die Einführung war gelungen, zeigte der Autor uns doch von der Totalen bis zur Großaufnahme eines Apfels, der gepflückt wird, eine gute Hinführung zum eigentlichen Thema. Man bekam einen Eindruck, wie zeitaufwändig diese Arbeit ist, bevor die Äpfel den Verbraucher erreichen.
Ein schöner lehrreicher Film mit viel Information.
Der Film bekam einen 3. Preis.

Von der Ähre bis zum Mehl“ hieß der nächste Film. Nico Bossen von den filmamateuren Flensburg hatte einen Besuch in einem Freilichtmuseum dazu benutzt, das Dreschen der Ähren mit historischen Landmaschinen zu beobachten. Er zeigte uns, wie mühselig das Gewinnen von Mehl damals war, was uns heute als selbstverständlich erscheint. Schöne Großaufnahmen ließen uns nah dran bleiben, man sah das Mehl stauben!
Ein kurzer, aber sehr interessanter Film!
Er bekam einen 3. Preis.

Dass man nicht nur Äpfel und Getreide ernten kann, haben wir ja gelernt, aber was man mit Kürbissen so alles anstellen kann, zeigte uns Helmut Greve von der VFG Rendsburg in seinem Film „Kürbiszeit“. Man kann sie essen, man kann Suppe draus machen, man kann aber auch ein Krokodil daraus formen oder Straßen verschönern. Und dann kann man auch noch Gesichter daraus schnitzen. Man nimmt ein Messer und eine Stichsäge und schneidet Augen, Nase, Mund aus, zieht mit einem Sparschäler Haare aus der Schale und stellt eine Kerze hinein: schon hat man eine lustige Dekoration für sein Haus oder die Halloween- Nacht!
Hübsch anzusehen! Der Film bekam einen 3. Preis.

Didgeridoo“ hieß der Film von Peter Kohnke von der asfa Lübeck. Auf einer Australienreise machte er halt bei einem Didgeridoobauer, der das landestypische Instrument baut. Wie schwer es ist, diesem Instrument den typischen tiefen Klang zu entlocken, kann wohl jeder abschätzen, der schon einmal versucht hat, eine Trompete zu spielen.
In schönen Großaufnahmen beobachtete der Autor die Leute der Reisegruppe, wie sie es versuchten, dabei kam es zu lustigen Einblicken.
Ein kurzweiliger Film, der viel Spaß beim Zuschauen machte.
Der Film bekam einen 3. Preis.


Der nächste Film „Der Traum vom Fliegen“ war ein Phantasiefilm. Klaus- Peter Hemmerath vom Segeberger Schmalfilm- und Videoclub hatte das Lied vom Blatt, das vom Fliegen träumt, der Sängerin Alexandra interpretiert und mit Animationen verfilmt.
Sehr schön die Computeranimation des fliegenden Blattes, das sich vom Baum löst und in die Ferne fliegt. Auch sonst hat der Autor das Lied wortgetreu umgesetzt. Der Titel ist besonders gelungen, auch er verschwindet in der Ferne und symbolisiert so die Sehnsucht, fliegen zu können.
Der Film erhielt einen 3. Preis und den Prisma- Sonderpreis für einen gelungenen Trickfilm.

Nach der Mittagspause, in der wir uns mit kräftiger Suppe und Würstchen stärken konnten, ging es in den dritten Block.


Glasbläser“ hieß der folgende Film von Gerhard Jagow von der VHS Farmsen. Ähnlich wie in einem Kaleidoskop zeigte er beliebige Momentaufnahmen aus einer Glasbläserwerkstatt.
Dass wir am Ende nicht das fertige Produkt zu sehen bekamen, lag meines Erachtens gar nicht in der Absicht des Autoren – ich denke, er wollte uns einfach die Eindrücke zeigen. Schön die Details – das Gesicht des Glasbläsers, die heiße Glasmasse, die abgeschnitten wird, die Vasen, die in die heißen Flammen gehalten werden – alles in allem eine schöne Studie .
Der Film bekam eine Teilnehmerurkunde.


Helmut Greve von der VFG Rendsburg zeigte uns im nächsten Film „Die Klopfsäge der Gemeinde Fröhnd“. Akribisch genau führte er uns in die Funktion der Klopfsäge mit einem Funktionsplan ein. So konnten wir die Arbeitsweise dieser Säge schon im Vorwege verstehen. Dann scheute der Autor keine Mühe, in die Tiefe der Konstruktion einzutauchen. Wir konnten miterleben, dass das Sägen der Baumstämme, aus denen früher alle Häuser der Region gebaut wurden, eine zeitaufwändige Sache war. Beinahe in Echtzeit konnten wir mit verfolgen, wie genial schon in früherer Zeit gesägt wurde.
Auch früher waren die Konstruktionen einfach, aber genial.
Schöne Detailaufnahmen, eine große Fleißarbeit!
Der Film bekam einen 3. Preis.

Rolf Schmidt von den Amateurfilmern Heide zeigte uns in seinem Film „Restauration eines Uhrwerks“ mit der Genauigkeit eines Uhrwerks, wie eine Kirchturmuhr wieder zum Leben erweckt wurde. Unendlich viele Zahnräder mussten gereinigt und poliert und danach wieder genau zusammengesetzt werden. Die Kamera war ganz nah dabei, Großaufnahmen veranschaulichten genau die Endmontage. Dass der Kameramann dabei nicht die Übersicht verlor, war nahezu unglaublich.
Ein guter Film, der einen 2. Preis gewann. Außerdem wurde er weitergemeldet zum Bundeswettbewerb Dokumentation.

Blumen und Wind“ von Holger Becker hieß der nächste Film. Er setzte ein Essay über den Mauerfall von Wolfgang Borchert in Bilder um, indem er Blumen als Metapher benutzte, um die Friedensbewegung darzustellen. Die Grabkreuze der Maueropfer waren mit kleinen Sträußen geschmückt, der Mauerfall wurde mit einem Märchen vom starken Wind gekonnt in Szene gesetzt.
Ein sehr nachdenklich machender Film. Er bekam einen 3. Preis und die Weitermeldung zur Fantex.

Die Reiner- Palkus- Show war das Thema des nächsten Films von Ulf Kalkschmidt von der VFG Rendsburg. „Showtime“ war angesagt. Eindrucksvoll schilderte der Autor die Aufregung Reiner Palkus vor der Show, das Lampenfieber war von jedem im Saal zu spüren. In einem Interview schilderte der Showmaster die Anfänge seiner Show von wenigen Zuschauern bis hin zur ausverkauften Nordmarkhalle. Besonders an diesem Film war, dass auch die Künstler nicht nur auf, sondern auch hinter der Bühne zu Wort kamen.
Der Film wurde mit drei Kameras gedreht, deshalb konnte der Autor den Schnitt sehr abwechslungsreich gestalten. Dafür bekam er die Silberne Schere als Sonderpreis für den besonderen Schnitt, einen 2. Preis und die Weitermeldung zur Reportage.


Nach der Kaffeepause mit Kaffee und Kuchen begann der letzte Block des Tages.


Auf den Spuren der Wikinger“ von Lothar Sack, asfa Lübeck hieß der erste Film dieses Blocks.
Er begleitete Burkhard Pieske, einen bekannten Schriftsteller, auf einer Exkursion nach Grönland, weil er die Verbannung des Wikingers Erik des Roten von Island nach Grönland nachvollziehen wollte.
Er ließ ein Wikingerschiff mit Namen Wiking-Saga nachbauen und segelte mit ihm die Route des Wikingers nach. Der Autor segelte mit und filmte im Boot und auf einem Motorbegleitboot die Reise. Dabei entstanden atemberaubende Naturaufnahmen von Eisbergen und hohen Wellen, die Lebensbedingungen der Wikinger wurden uns ganz nahe gebracht, da die Crew auch Originalkleidung der Wikingerzeit trug.
Ein toller Film!
Er bekam einen 2. Preis und die Weitermeldung zur Doku.


Uwe Peemöller vom Segeberger Schmalfilm- und Videoclub Bad Segeberg zeigte uns in seinem Film „Auf den Spuren von Alexander von Humboldt“ einen Reisefilm ganz anderer Natur. Seine Frau und er hatten gründlich recherchiert und waren mit einem Grundwissen über den Naturforscher auf die Insel Teneriffa gekommen. Als sie erfuhren, dass Humboldt in ihrem Urlaubshotel übernachtet hatte, gingen sie verstärkt auf Spurensuche. Viele schöne Inselaufnahmen wechselten sich mit historischem Material ab.
Gute Recherche, abwechslungsreicher Schnitt und viele Informationen machten den Film sehr sehenswert.
Er bekam dafür einen 2. Preis.

Der letzte Film des Wettbewerbs war ein Naturfilm von Günter Stuhr, Einzelmitglied, „Das Tal der oberen Eider“. Eine Komposition aus wunderschönen Naturaufnahmen, einfühlsamen Tieraufnahmen und einer passenden Musik!
Er zeigte uns das Tal der Obereider im Wechsel der Jahreszeiten und brachte uns die Bedeutung des Erhaltes dieser Region nahe. Phantastisch die Übergänge der einzelnen Jahreszeiten, ein unbemerkter Wechsel von Herbst- auf Winteraufnahme in der Überblendung war einer der vielen Höhepunkte dieses Films.
Er bekam einen 1. Preis, die Goldene Filmspule, den BDFA- Preis für den Film mit der höchsten Wertung und den Publikumspreis.
Er wurde weitergemeldet zum Tier- und Naturfilmwettbewerb.

Nachdem der letzte Film gelaufen war, war die Jury gefragt. Anders als in den Jahren davor gab es in diesem Jahr keine Blockjurierung, sondern alle 19 Filme wurden in einem Durchgang besprochen. Wir haben uns bemüht, allen Filmen gerecht zu werden, sie ruhig und nicht zu negativ zu besprechen.
Leider kann man es nicht allen Autoren recht machen, da es zwar vorgegebene Leistungskriterien gibt, jeder Juror aber die Filme nur subjektiv bewerten kann.
Trotzdem ist jeder Film ein eigenes Machwerk, und wir Autoren sollten den Mut haben, unsere eigene Leistung zu würdigen, auch wenn irgendeine (denn eine andere hätte den Film vielleicht ganz anders bewertet) Jury der Meinung ist, der Film sei nicht so gut gelungen. Seien wir stolz auf unsere Filme !

Der Tag ging nach einem Abendessen mit gemütlichem Gespräch und dann folgender Preisverleihung zu Ende.
Es bleibt an dieser Stelle nur noch den Segebergern einen ganz herzlichen Dank für den schönen Tag zu sagen, und auch, wenn es technische Pannen gab, kann uns es beim nächsten Mal genau so treffen.
Also, macht´s gut- bis zum nächsten Mal in ????

LÜBECK!

Ute Riecken


 

               

 

 

1. März 2008

 

(wäre schön, wenn ich noch einige Bilder bekommen würde)


der 53. Landeswettbewerb
für Film und Video

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der 53. Landeswettbewerb für Film und Video des BDFA Schleswig- Holstein fand zum 11. Mal in der Realschule in Nortorf statt. Für die Rendsburger ein Heimspiel – diesmal aber mit vertauschten Rollen:
Die Film- und Videoamateure Kiel waren dieses Mal für den Ablauf verantwortlich – die Technik übernahmen die Rendsburger als erfahrenes und eingespieltes Team.

Für Schleswig-Holstein eher ungewöhnlich waren in diesem Halbjahr 19 Filme gemeldet worden. Ein Zeichen dafür, dass die Kreativität in unserem schönen Land ungebrochen ist. Vom Spielfilm bis zum Reisefilm war fast jede Sparte besetzt, und die Zuschauer hatten viel Spaß, die Filme zu sehen. Jeder Film war auf seine Weise interessant und sehenswert, auch wenn nicht jeder einen der begehrten Plätze erringen konnte.
Genau so schön (oder fast) war der Tag, den wir miteinander verbringen konnten.
Alles klappte hervorragend, die Verpflegung war sehr gut, die Computer- und Casablancatechnik war wie in jedem Jahr umlagert, und so konnte man das stürmische nasskalte Wetter getrost vergessen und sich in die cineastische Traumwelt versetzen lassen.

Und hier die Preisträger:
   

 

Die Goldene Filmspule und den BDFA-Preis für den besten Film erhielt Wolfgang Schydlo aus Ahrensburg für seinen Dokumentarfilm „Elena“ über eine junge Geigerin. Der Film wurde weitergemeldet zum Bundeswettbewerb Doku.

Auch einen ersten Preis erhielt Lothar Sack aus Lübeck für seinen Dokumentarfilm „Dieterich Buxtehude – Musik für die Ewigkeit“. Der Film schildert das Leben des berühmtem Organisten Dietrich Buxtehude in Lübeck.
Der Film wird auf dem Bundeswettbewerb Doku zu sehen sein.

Einen zweiten Preis errang Nico Bossen aus Flensburg für seine vergnügliche Zwiesprache mit „Leo, der Wurm“. Wir lernten eine Menge über Regenwürmer.
Der Film wurde weitergemeldet zum Bundeswettbewerb Tier- und Naturfilm .

Stefan Renneberg aus Rendsburg errang für seine Reportage „Portrait einer Künstlerin“ einen dritten Preis und die Weitermeldung zur Reportage.
Er begleitete eine Kleinkünstlerin auf ihrem schwierigen Weg, die Leute auf der Straße zu unterhalten. Der Film bekam außerdem den Publikumspreis.

Nicht einmal eine Minute Film – und doch zum Schreien komisch! Dieter Kobrock aus Rendsburg brachte mit seinem Spielfilm „Verkehrskontrolle“ alle Zuschauer zum Lachen. Das bescherte ihm den Prisma- Wanderpreis für einen besonders humorvollen Film.

Susanne Raucka aus Rendsburg bekam für ihren Videoclip „Jugendband aus Flintbek“ einen dritten Preis und die Silberne Schere für den besonderen Schnitt.

Eine Hochzeit einmal ganz anders – das zeigte uns Holger Becker aus Lübeck in seinem Film „Le Mariage“ . Durch Zeitlupe und Zeitraffer trennte er das Wesentliche einer Hochzeitsfeier vom Unwesentlichen. Er bekam einen dritten Preis und die Weitermeldung zur Fantex.

„Schattensprache“ hieß die Reportage von Ulf Kalkschmidt aus Rendsburg, der uns eine Ausstellung über die Gebärdensprache der gehörlosen Menschen zeigte.
Durch aufgesetzte Kopfhörer wurde dem Zuschauer die Möglichkeit gegeben, in totaler Stille die Gebärdensprache etwas zu verstehen. Der Film erhielt einen dritten Preis und wurde zur Reportage weitergemeldet.

Peter Bech aus Glückstadt erhielt für seinen Dokumentarfilm „Simran K.- Ein Portrait“ einen dritten Preis und die Weitermeldung zur Doku. Er begleitete eine Frau, die die Gewaltfreie Kommunikation lebt und lehrt.

Elisabeth Krafft aus Ahrensburg erhielt für ihren Film „Ein alter Zaun“ eine lobende Anerkennung für die besondere Idee und Umsetzung ihres Filmes.
In einer Allegorie setzte sie die Beschwerden alter Menschen mit einem verfallenden Zaun gleich.

Ute Riecken

 
06. Oktober 2007
 
der 52. Landeswettbewerb
für Film und Video


fand wieder in der Realschule Nortorf statt.

Tolle Filme-

aber es reichte nicht für eine goldene Filmspule

 

   
  hier die Ergebnisse,
 
   
17.03.07 in Heide
  51. Landesfilmwettbewerb in Heide
  Am 17.03.07 fand der diesjährige Frühjahrswettbewerb des BDFA LV Schleswig-Holstein in Heide statt.
Es galt 13 Filme zu sehen und zu bewerten. Dadurch, dass es so wenige Filme waren, konnten alle den Wettbewerb ohne Zeitdruck genießen, und die Jury hatte viel Zeit, sich Gedanken über die Werke zu machen.

Die Jury setzte sich aus folgenden Personen zusammen:

Sigrid Steinweg aus Ahrensburg (Juryleiterin)
Ute Riecken - Kiel
Volkmar Anton - Rostock
Ulrich Findeisen - Bad Schwartau
Willi Speck - Flensburg
Rainer Schmidt - Kiel
Reiner Funk - Bad Segeberg ( Protokollführer)

Der erste Film des Wettbewerbs kam aus Lübeck . Jochen Bauer und Peter Kohnke zeigten „Eine Zeitreise ins Mittelalter“. Einen Gang über den mittelalterlichen Markt in Heide hatten die Autoren zum Anlass für ihren Film genommen. Händler, Gaukler und Musikanten vermittelten dem Zuschauer einen Eindruck vom bunten Leben aus der alten Zeit. Die Besucher hatten Gelegenheit, den Handwerkern über die Schulter zu schauen und die überlieferten Rezepte der Köche und Bäcker auszuprobieren.
Dadurch, dass die Autoren fast durchgängig darauf zu verzichteten, die Menschen in der Kleidung von heute zu zeigen, vermittelten sie die Illusion einer echten Zeitreise.
Dieser Film wurde mit einem 3. Preis ausgezeichnet.

Der Horizont ist sein Begleiter“ von Lothar Sack aus Lübeck war der zweite Film.
Er begleitete einen Schäfer auf dem Weg von Mecklenburg-Vorpommern nach Schleswig-Holstein. Eine Herde Schafe sollte den weiten Weg machen, um im Landschaftsschutzgebiet für das Rasenmähen zu sorgen.
Mit schönen Aufnahmen von den Tieren und der Landschaft und den Erzählungen des Schäfers konnte der Zuschauer dieses Ereignis genießen, ohne die Strapazen der Kälte und des weiten Weges auf sich zu nehmen. Die Gefahren dieses Viehtriebs wie Überqueren stark befahrener Straßen wurde uns hautnah gezeigt. Aber auch die erfreulichen Seiten wie die Geburt eines Zickleins hatte Lothar vor seine Kamera bekommen. Ob er dafür auch wieder Nächte durch gewacht hat? Ein schöner Film.
Er bekam dafür einen 3. Preis.

Der dritte Film des Wettbewerbs hieß „Ein bisschen Dresden und die Frauenkirche“ von Harry Stamer aus Lübeck. Und was der Titel versprach, kam auch:
Die Reise nach Dresden wurde kurz und knapp erwähnt, und dann konzentrierte sich der Autor auf das eigentliche Ziel: nämlich die Besichtigung der mittlerweile fertiggestellten Frauenkirche. Wir bekamen während des Rundgangs schöne Detailaufnahmen der restaurierten Kirche zu sehen und einen Eindruck davon, wie viel Zeit, Mühe und Geld in diesen Bau investiert worden sind.
Dieser Film erhielt eine Teilnehmerurkunde.

Nach Dresden war die Seefahrt angesagt. „Transatlantikfahrt auf der Queen
Mary II
“ hieß der vierte Film von Rolf Schmidt aus Lübeck.
Der Autor zeigte uns den riesigen Luxusliner aus vielen Blickwinkeln. Wie er es schaffte, fast im gesamten Film die Mitpassagiere rauszuhalten, ist schon fast eine Kunst. So eine Reise ist schon ein Erlebnis, wenn man die Einrichtung der Kabinen und die kulinarischen Genüsse sieht. Aber man braucht auch glaube ich ein volles Portemonnaie, wenn man sich so eine Traumreise gönnen will.
Schön waren die Aufnahmen am Schluss, als das Schiff in Hamburg einlief und die vielen enthusiastischen Zuschauer das Schiff begrüßten.
Der Film bekam eine Teilnehmerurkunde.

Handgemacht“ von Günter Jepsen aus Flensburg hieß der nächste Film im Programm. Der Autor hatte eine Stippvisite auf einem Handwerkermarkt im Urlaubsort zum Anlass genommen, um einen Film daraus zu machen.
Auch er schaute den Handwerkern wie Korbflechter, Drechsler und Schafscherer über die Schulter und verstand es, einem das Gefühl zu geben, selbst dabei gewesen zu sein. Die Einleitung wurde in einem launigen gereimten Text erzählt. Der Film bekam einen zweiten Preis, die Goldene Filmspule und den BDFA-Wanderpreis.
Gleichzeitig wurde er weitergemeldet zum Bundesfestival Reportage.

Der nächste Film war eine Dokumentation von Peter und Karla Bech aus Glückstadt.
Bahars Heimweh“ zeigte uns die Sehnsucht einer jungen Frau, die aus dem Irak geflohen war, nach ihrer alten Heimat. In eindrucksvollen Nahaufnahmen erzählte sie von ihrem Leben mit der Familie in ihrer Heimat und was sie hier in unserem Land vermisste. Beeindruckend war, wie sie mit der Situation umging: es gab kein Selbstmitleid, sondern sie bemühte sich, das Beste aus der Lage zu machen. Davon könnten viele Menschen hierzulande lernen. Durch Filmaufnahmen aus ihrer Heimat, die während eines Urlaubs entstanden waren, konnten wir den Gegensatz der Lebensweisen sehr gut erkennen. Ich finde, es ist ein sehr wichtiger Film, der uns alle nachdenklich machen sollte.
Er bekam einen zweiten Preis und wurde weitergemeldet zum Bundesfestival Dokumentation

35 Jahre Bundeswehrstandort Heide“ von Manfred Rusch aus Heide.
Auf dem großen Marktplatz in Heide fand das feierliche Gelöbnis der Rekruten mit anschließendem großem Zapfenstreich statt.
Das ist ein großes Ereignis ( habe ich mir sagen lassen- und man möge mir verzeihen, wenn ich aus Unkenntnis hier Blödsinn schreibe, aber ich habe das Ganze nicht so ganz verstanden). Das Ereignis fand am Abend statt, so dass es sehr dunkel war. Schade, dass der Beamer es nicht schaffte, klare Bilder auf die Leinwand zu werfen, da der Saal nicht genügend abgedunkelt werden konnte.
Dadurch verlor der Film leider sehr viel von seiner ursprünglichen Wirkung.
Der Film erhielt eine Teilnehmerurkunde.

Auf den Friedhöfen von Paris- Gedanken über das Leben und den Tod
Von Wolfgang Schydlo aus Ahrensburg hieß der folgende Film.
Der Titel sagt eigentlich alles aus, was man über diesen Film sagen kann. So locker und deshalb so eingängig kann man sich Gedanken über ein schwerwiegendes Thema machen- allerdings wahrscheinlich auch nur, wenn man vom Ende des Lebens noch eine ganze Weile entfernt ist. Ein wunderschöner Text, tolle Verknüpfungen von Bild und Text, fehlende Musik machten diesen Film zu einem Höhepunkt des Tages, vielleicht, weil die Erinnerungen an früher auch meine Zeit ist?
Der Film erhielt einen zweiten Preis, die Goldene Filmspule, den BDFA Wanderpreis
Und wurde weitergeleitet zum Bundesfestival Fantex.

Wie ein Stern in dunkler Nacht“ lautet der Titel der Dokumentation von Holger Becker aus Lübeck. Er beschreibt in dem Film die Biographie Heinrich Vogelers, der in Worpswede lebte und arbeitete. Das Besondere an diesem Film war, dass er eigentlich nur aus statischen Bildern bestand, die jedoch durch Musik, Geräusche und O-Ton so zum Leben erwachten, dass man es gar nicht als statisch empfand.
In vielen Fotographien, gemalten Bildern und Landschaftsaufnahmen lernten wir den Künstler kennen, bekamen einen Einblick in die vielschichtige Persönlichkeit des Malers.
Ein toller Film, er bekam einen zweiten Preis, die Goldene Filmspule und den BDFA-Wanderpreis. Er wurde weitergemeldet zum Bundesfestival Dokumentation.

Erhard Ortlepp aus Flensburg zeigte uns als nächsten Film „Unterwegs auf dem Darß“. Eine Urlaubsreise nach Mecklenburg-Vorpommern führte den Autoren auch auf den Darß. Es gab viel zu sehen, es wurden viele Sehenswürdigkeiten gezeigt, leider waren viele Episoden einfach zu kurz, dass man sie richtig genießen konnte. Schön die Aufnahmen auf dem Bodden mit den alten Segelbooten, dort hatte man Muße, die Landschaft in sich aufzunehmen. Gute Kameraarbeit machte den Film sehenswert.
Er erhielt einen dritten Preis.

Futter für den Winter“ von Günter Jepsen aus Flensburg hieß der nächste Film.
In fünf Minuten zeigte uns der Autor den Weg von der Maisernte bis zur Silage.
Kurz-knapp-gut- ist das, was man zu diesem Film sagen kann.
Deshalb erhielt er den Sonderpreis Silberne Schere, , einen dritten Preis und die Weitermeldung zur DOKU.

Fidji – ein Südseetraum“ hieß der vorletzte Film des Wettbewerbs. Hans-Ulrich Schumacher aus Flensburg zeigte uns, wie so ein Traum aussehen kann.
In der Hängematte liegend, die Palmwedel über sich betrachten und vom nächsten Restaurant zu träumen, wer möchte sich nicht so entspannen?
Der rote Faden durch diesen Film wurde gehalten durch den Kommentar der Träumerin, eine etwas andere Art der Gestaltung.
Der Film erhielt eine Teilnehmerurkunde.

Der letzte Film des Wettbewerbs ließ die Herzen aller Männer höher schlagen.
Miniaturwunderland“ von Manfred Lubitz und Herbert Rusch. Sie besuchten die größte Miniatureisenbahnanlage Deutschlands in Hamburg.
In vielen Detailaufnahmen zeigten sie uns die liebenswerte kleine Welt, in der nichts vom echten Leben fehlte – von der Feuerwehr über Unfälle bis zur käuflichen Liebe war alles enthalten, was das Leben lebenswert macht. Dazu ein humorvoller Text- und die Belohnung war der Publikumspreis sowie ein dritter Preis.
Ein hübscher Abschluss eines gelungenen Tages.

So, das waren die Filme. Aber der Tag war beileibe nicht nur wegen der Filme gelungen! Die Heider haben es mal wieder geschafft, es so richtig gemütlich sein zu lassen. Man hatte ausreichend Zeit, sich zu erholen, und dann die Torten….!
Wie gut, dass ich mir ein Stück meiner Lieblingstorte reservieren ließ, sonst wäre sie weg gewesen. Mit einem warmen Buffet und einem jungen begabten Zauberer klang der gelungene Tag aus, und wir wenden unsere Augen jetzt schon auf den Mittelpunkt Schleswig-Holsteins, nämlich nach Nortorf, wo unser Herbstwettbewerb stattfinden wird. Das genaue Datum wird demnächst bekannt gegeben.

Liebe Filmfreunde, ihr habt ja alle den Trailer aus Rostock mit der Einladung zur DAFF 2007 gesehen. Wenn nicht, wendet Euch bitte an Eure Clubleiter, der hat die DVD. Wenn Ihr könnt, fahrt hin! Es ist ja nicht weit! Es lohnt sich bestimmt:

Dass ihr fleißig seid und viele Filme für unseren Wettbewerb produziert, brauche ich ja nicht weiter auszuführen, denn denkt dran, wenn Ihr Filme macht, kriegt Ihr auch so eine gute Kritik von mir im nächsten Bericht! Und das lohnt sich doch, oder??
In diesem Sinne

Bis bald

Eure Ute Riecken

   
 
  50. Landesfilmwettbewerb in Lübeck

 

 

14.Oktober 2006 in

den Media Docks in Lübeck

 

 

 

 

bild1

 

 

 

 

Am Samstag, den 14. Oktober 2006, richtete der Lübecker Filmclub den 50. Landesfilmwettbewerb als Jubiläumsveranstaltung aus und über 150 Filmfreunde kamen.

In Lübeck liefen jetzt 14 Filme.

Ein herausragendes Ereignis rechtfertigt einen herausragenden Rahmen. Den fanden wir in den Media Docks, dem Lübecker Medienzentrum. Dort hatten wir auch das vorausgehende Pressegespräch mit den "Lübecker Nachrichten". Der Artikel lockte etliche Leser, um sich, neben den Filmen, auch das interessante Gebäude ansehen zu können.

Modernste Technik stand zur Verfügung und bescherte uns ein Filmbild von 4 mal 4 m Größe und das gleich doppelt - über zwei synchron geschaltete lichtstarke Beamer auf zwei nebeneinander angeordneten Leinwänden. Dieses hatte zwar den Vorteil, dass jeder Zuschauer einen ungestörten Blick auf den laufenden Film hatte, war aber auch oft sehr verwirrend. Besonders bei Zooms und Schwenks hatte es manchmal den Anschein, als wäre es ein sich über zwei Leinwände erstreckendes Panoramabild.

Wie immer war die Themenvielfalt der Filme bemerkenswert.
Vom Spielfilm über die Reportage, Reisefilm, Dokumentation, Fantasie, Stimmung, Familienfilm bis hin zum Naturfilm war alles vertreten. Die Autoren waren gespannt, wie die Jury wertete.
In der Jury saßen Albert Theede aus Flensburg, Klaus Brachmann aus Bremen, Wolfgang Klockow aus Schleswig, Werner S. Lange aus Hamburg, Volker Tauchnitz aus Lübeck und Ute Riecken aus Rendsburg.

jury

goldene filmspule

 

 

 

 

bild bester schnitt

 

 

 

Die Goldene Filmspule, Schleswig-Holsteins Preis für den Film mit der besten Wertung, ging diesmal nach Lübeck. Mit dem Film „Jede achte Frau“ setzte sich Elvira Stüben gegen die Konkurrenz durch. In eindrucksvoller Weise erzählt sie von ihrer schweren Erkrankung und macht dadurch vielen Frauen Mut, sich mit dem Brustkrebs auseinanderzusetzen. Dieser Film erhielt auch den Publikumspreis und wurde weitergemeldet zur Doku.

Der BDFA Wanderpreis für den Film mit der zweitbesten Wertung ging an Peter und Karla Bech aus Glückstadt. Sie begleiteten in ihrer Reportage „Leben mit der Angst“ eine Aussiedlerfamilie im Kirchenasyl. Der Film erhielt den Sonderpreis für die beste Regie und wurde weitergemeldet zur Reportage.

Einen dritten Preis und den Prisma-Wanderpreis für einen besonders humorvollen Film erhielt Rainer Funk für seinen Film „Bühnenschauspieler gesucht“. Wir lernten, dass die Klassiker wie Faust und Hamlet sich besonders gut für die moderne Verkaufspsychologie einsetzen lassen. Der Film wurde weitergemeldet zum Spielfilm.

Günter Stuhr erhielt für seinen Naturfilm „Flusslandschaft“ einen zweiten Preis und die Weitermeldung zum Tier- und Naturfilm. Er beschrieb die Landschaftsentwicklung Schleswig- Holsteins in eindrucksvollen Bildern.

Birgit und Kalle Pawelzik aus Kiel erhielten für ihren Reisefilm „Zwischen Alpen und Meer“, einer Reise auf dem Motorrad, einen dritten Preis und die Silberne Schere für einen besonderen Schnitt.

Ein neues Modell zum Erlernen der Rechtschreibung in der Grundschule stellte uns Lothar Sack aus Lübeck vor. Für den Film „Schreiben und Rechtschreiben“ bekam er einen zweiten Preis und die Weitermeldung zur Reportage.

Über 70 Gäste blieben zu der Abendveranstaltung und der Preisverteilung, begleitet von den fröhlichen Shanties der Lübecker Travesänger. Nach einhelliger Meinung war es eine gelungene Veranstaltung.

Christel Ankermann und Ute Ricken

     
   
25. März 2006
  49. Landeswettbewerb des SHLFA in Flensburg
 

Am 25. 03. 2006 fand der 49. Landeswettbewerb im Hotel Nordkreuz in Flensburg statt. Die faf Flensburg feierten dieses Jahr ihren 50. Geburtstag. Und wieder holten uns die Schneeflocken ein, diesmal aber nicht so viel wie beim letzten Mal.

Wie immer war der Wettbewerb liebevoll vorbereitet. Das Fernsehen war vor Ort und hielt den Beginn der Veranstaltung kräftig auf. Einige Zuschauer wurden als Statisten geordert und mussten mehrere Male durch die Eingangstür gehen. Sie blieben bis zum Mittag, der Bericht im Schleswig-Holstein-Magazin dauerte dann auch 3,5 Minuten.

Nach der Begrüßung durch Albert Theede und die erste! Ansprache unseres neuen Landesvorsitzenden Ulf Kalkschmidt ging es los mit der Projektion. 24 Filme waren gemeldet, 2 jedoch konnten nicht gezeigt werden, weil die Autoren die Meldebögen nicht unterschrieben hatten.

Die Jury war nicht zu beneiden, denn die Themen waren vielseitig und interessant.


Die Juroren waren: (von links)

   

Wolfgang Labs aus Schleswig

Volkmar Anton aus Rostock

Peter Koschnicke aus Elsdorf-Westermühlen

Hanne Teich aus Bad Schwartau,

Eberhard Krüger aus Glückstadt als Juryleiter.

Das Protokoll führte Rainer Funk aus Bad Segeberg

Der erste Film des Wettbewerbs hieß „Ein Sonntag im Juli“ von Joachim Haberkorn aus Farmsen. Der Autor nahm uns zu einer Prozession in Tirol mit, bei der mit einem großen Umzug der Ortsheilige gefeiert wird. Diese Prozession ist jedes Jahr ein besonderes Ereignis und lockt immer viele Touristen an. Der Film bekam eine Teilnehmerurkunde.

Ein Film mit einem besonders sensiblen Thema war der Film von Peter Bech aus Glückstadt. "In Geborgenheit loslassen", der als zweiter Film lief. Ein Hospiz bietet todkranken Menschen einen geborgenen Ort, in dem sie ihre letzten Lebenswochen verbringen können. Es gibt keine Krankenhausatmosphäre, die Familien haben jederzeit Gelegenheit, ihre kranken Angehörigen zu besuchen und sie auf ihrem letzten Weg zu begleiten. Dabei werden sie liebevoll unterstützt durch das besonders geschulte Pflegepersonal. Der Autor brachte uns durch Interviews mit den Kranken, dem Personal und den Ärzten den Sinn des Hospizes näher, besonders eindrucksvoll war, dass die Betroffenen bereit waren, ganz persönlich über ihr schweres Schicksal zu berichten. Der Film erhielt einen zweiten Preis und die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Reportage.

Vom Tod zum neuen Leben- der dritte Film "Nachwuchs auf Mooshof" von Günter Jepsen aus Flensburg war bei der Geburt eines Fohlens dabei. Es purzelte buchstäblich ins Leben. Eindrucksvolle Filmaufnahmen zeigten das Fohlen von der Geburt bis zum ersten Weidegang. Besonders gut fand ich, dass der Autor diese einmaligen Bilder nicht mit einem Kommentar störte, sondern dass ich mich ganz auf diese wunderbaren Bilder konzentrieren konnte. Dieser Film bekam einen dritten Preis.

"Ein Sonntagmorgen" von Elisabeth Krafft aus Ahrensburg hieß der vierte Film des Wettbewerbs. An einem ruhigen Sonntagmorgen machte die Autorin sich auf den Weg vom See den Bergweg hinauf durch den Ort zur Kirche. Dabei blieb sie öfter stehen, um eine besonders schöne Sicht oder eine Sehenswürdigkeit zu betrachten. Durch die unauffällige Musik, die, wie ich fand, die Ruhe des frühen Tages sehr gut unterstrich, konnte ich mich fallen lassen und mit der Autorin diesen Weg hinauf und wieder hinunter zum See genießen. Der Film hatte fast meditative Züge und hat mir sehr gut gefallen. Der Film erhielt eine Teilnehmerurkunde.

Der fünfte Film "Afrika" von Jörg- Hubertus Sohst aus Kiel war genau das Gegenteil. Mit atemberaubendem Tempo stieg er ein und berichtete über seine Rundreise durch Südafrika. Ein launiger Text begleitete uns auf dieser weiten Reise. Viele Tiere, viel Landschaft, da konnten die Reiseteilnehmer froh sein, dass sie abends grillen konnten! Bei so vielen Eindrücken verlor der Autor jedoch nie seinen roten Faden, und wir haben sehr viel gesehen und gelernt auf dem langen Weg von Johannesburg bis zum Kap der guten Hoffnung! Der Film erhielt einen dritten Preis.

Willi Speck aus Flensburg blieb mit seinem Film "Lust auf Pellworm" im Lande. Er erkundete auf dem Fahrrad mit seinen Töchtern die Insel und zeigte uns den liebenswerten Charakter Pellworms. Mit schönen ruhigen Landschaftsaufnahmen und einem guten Kommentar machte er uns Lust "auf die Insel". Ein schöner Film, der einen zweiten Preis erhielt.

"Schuhcreme, Strass und 32 Beine" verhieß der Titel des Films von Ulf Kalkschmidt aus Rendsburg. Und er hielt, was er versprach! Er zeigte uns das 1. Latin Team Kiel, das mit seinem Tanz der Vampire auf Medaillenkurs geht. Wie viel Arbeit es von den ersten Proben bis zur fertigen Vorführung ist, erfuhren wir in diesem Film. Nicht weniger Arbeit hatte der Autor, ist er doch hunderte Kilometer gefahren, um bei den Proben, Anproben und Stellproben dabei zu sein. Mit tollen Großaufnahmen war er hautnah dabei, als das Team zum Wettbewerb nach Ahrensburg kam und einen atemberaubenden Tanz hinlegte. Die Einstellungen zu diesem Tanz wurden mit drei Kameras gedreht, die nachher zu einer eindrucksvollen Sequenz geschnitten wurden. Das Latin Team Kiel erhielt einem 4. Platz, der Autor die Goldene Filmspule, den Sonderpreis der Stadt Flensburg, die Silberne Schere und den Publikumspreis. Gleichzeitig wurde er zum Bundeswettbewerb Reportage gemeldet.

"Heaven and Earth" hieß der Film von Helmut Kirsten aus Lübeck. Er war unterwegs in einem Heißluftballon in Afrika. Von einer sehr guten Musik untermalt, vermittelte er uns Eindrücke zwischen Himmel und Erde, mal vom Ballon mal von der Erde aus. Schöne Landschaftsaufnahmen wechselten mit guten Tieraufnahmen und er erreichte, dass ich mich fallen ließ und das Gefühl hatte, zwischen Himmel und Erde zu schweben. Dass die Landung dann sehr unsanft war, war für die Teilnehmer unangenehm, für mich jedoch nicht. Ein schöner Film, er erhielt einen dritten Preis.

14 Stunden und 47 Minuten waren die Teilnehmer des „Triathlon“ unterwegs. Erhard Ortlepp aus Flensburg war mit der Kamera hautnah dabei, als der Ostseeman und die Ostseewoman ermittelt wurden. Es begann mit Schwimmen, ging weiter mit Fahrrad fahren und endete mit Laufen. Trotzdem nur eine Kamera verwendet wurde, schaffte es der Autor, überall dabei zu sein. Durch Interviews brachte er uns den Teilnehmern näher, wir waren persönlich dabei und freuten uns zuletzt mit den Siegern. Ich möchte nicht wissen, wie viele Stunden der Kameramann gebraucht hat, bis er alles im Kasten hatte und auch der letzte Teilnehmer über die Zielgerade kam. Dieser Film erhielt einen zweiten Preis.

"An der Eider" hieß der Film von Kurt Adolf aus Kiel. Er verfolgte mit der Kamera die Eider von der Quelle bis zur Mündung. Mit schönen Bildern und dem bewährten launigen Kommentar nahm er uns mit und zeigte uns Seiten von Schleswig-Holstein, die ich noch gar nicht kannte. Schön an dem Film war, dass er sich auf die Eider beschränkte und uns nicht mit den ganzen Sehenswürdigkeiten rund umher ablenkte. So zeigte er zum Beispiel nur den Turm einer Kirche, die Hochzeit, die stattfand, ließ er aus und erwähnte es nur im Text. Geschickt gemacht. Dieser Film erhielt einen dritten Preis.

Wenn man Freunde besucht, sollte man sich Zeit nehmen, denn so ein Besuch kann dann schon sehr lange dauern und ziemlich feuchtfröhlich werden. Nach Kaffee, Kuchen und viel Cognac wurde man sehr lustig und philosophierte dann nachhaltig über das Wort "Schön" in jeder Lebenslage. So hieß der Film von Manfred Stark aus Flensburg denn auch "Besuch bei Schöns". Schöne Großaufnahmen rundeten die Handlung ab, viele schöne Animationen gab es, also insgesamt ein schöner Film. Er erhielt eine Teilnehmerurkunde.

Elisabeth Krafft forderte uns in ihrem Film "Entdecken Sie Sylt zu jeder Jahreszeit" auf. Dass es Winter war und sehr kalt, hielt eine Reisegruppe nicht ab, sich Wind und Wetter zu stellen. Die Kälte merkte man sogar beim Zusehen, und ich war froh, dass ich im warmen Raum sitzen konnte. Das traditionelle Bikebrennen wärmte dann auch beim Zuschauen. Schöne Landschaftsaufnahmen und viele feurige Einstellungen sorgten dafür, dass mir der Film gut gefiel. Er erhielt eine Teilnehmerurkunde.

Günter Jepsen aus Flensburg stellte uns wieder einmal ein Handwerk vor. Mit "Hautnah bei den Honigmachern" zeigte er uns in sehr guten Bildern und Einstellungen die Imker bei der Arbeit. Den Transport der Bienenstöcke nah an ein Rapsfeld, das Schleudern der honiggefüllten Waben und die Gewinnung des Honigs war dabei ein Schwerpunkt. Sehr eindrucksvoll waren die Szenen, als ein Bienenvolk schwärmte und wieder in den Stock geschlagen wurde.Der Autor versteht es wieder, durch das Erzählenlassen der Imker eine eigene Atmosphäre zu schaffen. Er verzichtet auf eigene Kommentare und Musik, die diesen Film nur gestört hätte. Ein schöner Film. Er erhielt dafür einen zweiten Preis.

"Quando i passi si rallentano", oder übersetzt "Wenn die Schritte langsamer werden" hieß der Film von Wolfgang Schydlo aus Ahrensburg. Er zeigte uns Szenen aus Venedig nach dem letzten Hochwasser. Wasser ist in der Stadt ja sowieso reichlich vorhanden, steigt es aber über die Ufer, kann es doch zum Problem werden. Die Schritte müssen zwangsläufig langsamer werden, damit das Wasser nicht in die Schuhe läuft. Dabei entsteht eine eigenartige Atmosphäre, fast wie in der Zeitlupe. Eine gut gewählte Musik erhöhte die Wirkung der Bilder noch. Der Film hat mir gut gefallen. Er erhielt eine Teilnehmerurkunde.

Willi Speck aus Flensburg beschäftigte sich in seinem Film "Friedhofskultur im Wandel" mit dem Umgang der Gesellschaft mit den Begräbnissen. Früher wurde viel Wert auf Grabpflege und Grabsteine gelegt, in der heutigen Zeit entscheiden sich immer mehr Menschen für die anonymen Bestattungen. Liegt es an der immer mehr zunehmenden Anonymität der Menschen untereinander, legen immer mehr Familien einfach keinen Wert mehr auf einen Ort der Besinnung oder liegt es einfach daran, dass immer weniger Menschen genug Geld haben, um sich eine Grabstelle leisten zu können? Der Film ist schwarz-weiß gehalten, dadurch entstanden eindrucksvolle Bilder. Ein guter Kommentar rundete den Film ab, der doch sehr nachdenklich stimmte. Er erhielt einen dritten Preis.

Der Film "Seine Freunde" von Hans Jürgen Paulin aus Lübeck gab uns Rätsel auf. Seine – das war Lothar Sack Freunde- waren es, die Clubmitglieder, die ihn in den Tierpark Eekholt begleiteten, waren es die Tiere, die Lothar mit der Kamera aufs Korn nahm, oder doch die Canon XL, das Stativ und die Ausrüstung? Also hat Lothar viele Freunde. Ein liebenswertes Portrait eines Filmers, den alle kennen. Eine tolle Idee, eine Filmsafari durch einen einfachen Tierpark so zu verpacken. Prima! Der Film erhielt einen dritten Preis.

"Walking-Wandern" hieß der Minutenfilm von Franz Lehmer aus Rendsburg. Motto: "Zieh dich warm an, lass den Whiskey links liegen und bandele nicht mit der Nachbarin an". Sonst kann auch der kürzeste Weg noch gefährlich werden. Ein echter Lehmerfilm. Schade, dass der Film so kurz ist. Die Pointe treffend eingesetzt, erhielt der Film einen zweiten Preis.

Nico Bossen aus Flensburg zeigte uns in seinem Film "Spinnenleben", wie ein Spinnennetz entsteht. In beeindruckenden Großaufnahmen konnten wir miterleben, was für ein Kunstwerk so ein Spinnennetz ist. Mit Grafiken veranschaulichte der Autor die Filmaufnahmen, toll auch die Szene, wie die Spinne eine für sie übergroße Libelle einspinnt, um sie später zu verzehren. Ich werde bestimmt nicht mehr vorschnell so ein Spinnennetz zerstören, weiß ich doch jetzt, wie viel Mühe so eine kleine Spinne hat, es zu bauen. Dieser Film erhielt eine Teilnehmerurkunde.

Wenn man am Sonntag zu spät kommt, ist "In Hamburg auf dem Fischmarkt" nichts mehr los. Peter Weiß aus Kiel ist es so ergangen. Die meisten Stände waren abgebaut, die meisten Marktschreier waren nicht mehr da, aber was ein richtiger Filmer ist, lässt sich nicht entmutigen und dreht dann eben einen Film über den Müll und Abfall, der liegen bleibt. Mindestens genau so interessant wie die üblichen Fischmarktaufnahmen, die man immer sieht. Eine gute Idee, finde ich. Not macht eben erfinderisch. Der Film erhielt eine Teilnehmerurkunde.

"Frederich Bech- Briefe aus der Vergangenheit" hieß der Film von Peter Bech aus Glückstadt. Die Familie Bech betreibt Ahnenforschung und ist dem Leben eines ihrer Vorfahren auf der Spur. Frederich Bech hat auf der Insel Aero gelebt, es sind viele Briefe von ihm erhalten. Mit liebevoll gemachten Spielfilmszenen tauchen wir in die Vergangenheit, lernen Schauplätze und Lebenssituationen des Frederich Bech kennen. Viele Details sorgten dafür, dass die Geschichte lebendig wurde. Die Recherche zu diesem Film war bestimmt unheimlich aufwändig. Er gefiel mir sehr gut. Der Film erhielt einen zweiten Preis.

Wenn die Kinder aus dem Haus sind und man nur noch zu zweit allein im Haus ist, kann Weihnachten schon sehr einsam sein. "ach, du fröhliche" seufzen dann schon einmal Ute und Peter Riecken aus Rendsburg. Aber soll man sich nun gleich scheiden lassen? Dieser Film erhielt einen ersten Preis, den BDFA-Wanderpreis und den Prisma-Wanderpreis. Er wurde weitergemeldet zur Familiade.

Paradiesische Zustände in der Wachstumsregion "Vereinigte arabische Emirate“ zeigte uns Manfred Rusch aus Heide im letzten Film des Wettbewerbs. Geld spielt keine Rolle, und für die Araber erscheint nichts unmöglich. Das höchste und luxuriöseste Hotel der Welt, bewässerte Gärten in der Wüste und ein sorgenfreies Leben für jedermann- das hört sich wirklich an wie im Paradies. Aber ist es das wirklich? Der Film zeigte uns mit schönen Aufnahmen, einigen Fremdanimationen und mit viel Technik und Effekten, dass auch auf dem Casablancasektor fast nichts unmöglich ist. Gut und interessant gemacht. Der Film erhielt eine Teilnehmerurkunde.

Das waren die Filme des Tages. Dass es uns nicht zuviel wurde, sorgten die Flensburger mit vielen netten Einlagen. Obwohl das Fernsehen uns viel Zeit genommen hatte und den Planern einen deutlichen Strich durch den Zeitplan gemacht hatte, ließen die Flensburger sich nicht aus der Ruhe bringen und sorgten zwischendurch für viel Spaß. Willi Speck unterhielt uns auf plattdeutsch, Nico Bossen "verzauberte" uns mit seinen Zaubertricks und ein Gospelchor sang uns fetzige Songs.

Das kalte Buffet am Abend, die Verlosung vieler Preise und natürlich die Preisverleihung bildete den Höhepunkt des Tages. Alles in allem war es ein schöner – schon wieder schön- und gelungener Wettbewerb, an den wir noch lange denken werden.

Aber wir sollten uns nicht zu lange auf unseren Lorbeeren ausruhen, denn es ist schneller Herbst, als man denkt. Also jetzt schon mal an das neue Thema gedacht und die Ideen aufgeschrieben, denn wir wollen uns am 14.10.2006 in Lübeck wiedersehen, und die wollen auch schöne – nein, nicht schon wieder – Filme haben.

Es war schön!

Eure Ute Riecken

     
   
     
22. Oktober 2005   48. Landeswettbewerb für Film und Video
in Glückstadt

 

 

 

Logo Glückstadt

  Der 48. Landeswettbewerb des SHLFA fand am 22.10.05 in Glückstadt statt.
Im Poppenhus in der Engelbrechtschen Wildnishatte der Club einen würdigen Rahmen für dieses Ereignis gefunden.
Gleichzeitig feierte der Amateurfilmclub von 1980 sein 25 jähriges Bestehen und wir feierten mit.
Trotz einiger Pannen verlief die Projektion reibungslos, und das leibliche Wohl ließ auch keine Wünsche offen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

die Jury

die Jury

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Goldene Filspule

Eberhard Krüger,Frau Nagel, Lothar Sack

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Pause im Poppenhuus

Pause und Filmbesprechung

 

 

Es standen 15 Filme auf dem Programm, und so hatten wir nebenbei noch gut Zeit zum ausführlichen Erfahrungsaustausch.

Der 1. Film war ein Spielfilm mit dem Titel „Meine beste Freundin“ von Gerlind Becker aus Bad Segeberg.
Er behandelte die Geschichte zweier Freundinnen, die sich seit ihren Kindertagen zum ersten Mal wieder sehen. Dabei wurde in Rückblenden die Vergangenheit der Frauen beleuchtet, und der Besuch endete mit der Erkenntnis, dass die Kluft zwischen beiden nicht wieder überbrückt werden konnte.
Es war ein sehr schöner Film, gut gespielt und regte zum Nachdenken an. Er erhielt einen dritten Preis und wurde zum Bundeswettbewerb Spielfilm weitergemeldet.
Zusätzlich erhilt er die Silberne Schere, einen Preis für besonders gelungenen Schnitt.

„Zwei Landratten auf der Ostsee“ hieß der 2. Film von Harald Breddin aus Farmsen.
Dass man sich auf die Ostsee wagt, auch wenn man weiß, dass man unweigerlich seekrank wird, hat schon meine ganze Bewunderung. Aber wenn man dann sieht, wie schön und interessant es auf dem Wasser ist, so kann ich es doch verstehen.
Der Film nahm uns mit auf eine Segeltour von Eckernförde bis Maasholm und zurück. Eindrucksvolle Bilder sahen wir, und ich wundere mich, dass sie nicht verwackelt waren bei der Menge Alkohol, die dort vom Kapitän und vom Autoren?
konsumiert wurde.
Ein sehr interessanter Film, er bekam einen dritten Preis.

Ich hoffe nicht, dass Ulf Kalkschmidt aus Rendsburg mit seinem Film „Abseits“ sich den Unmut der Glückstädter zugezogen hat. Dass die beiden Akteure sich so
abenteuerlich verfuhren und schließlich am Arsch der Welt landeten, sollte bestimmt nicht auf die Lage Glückstadts bzw. der Engelbrechtschen Wildnis anspielen, obwohl so einige ihre Probleme hatten, hinzufinden.
Dieser Film hatte jedenfalls die Lacher auf seiner Seite, und er löste eine lebhafte Diskussion aus, ob nun Frauen grundsätzlich die besseren Kartenleser sind.
Der Film bekam einen 3. Preis und wurde zum Minutencup gemeldet.

„Pia Schaf- oder eine halbe Stunde mehr wissen“ hieß der Film Nr. 4 von Peter und Karla Bech aus Glückstadt. In wie immer bewundernswerter Manier gestalteten sie die Dokumentation über das Leben einer Karrierefrau. In akribischer Recherche besuchten sie mit der jungen Frau ihr Elternhaus und Stationen ihres Lebens, ließen Eltern und Freunde zu Wort kommen und zeigten, mit welcher Ausdauer und Energie sich die junge Frau aus den Zwängen der Bürgerlichkeit löste.
Dieser Film erhielt einen 1. Preis, den BDFA-Wanderpreis für den Film mit der zweithöchsten Wertung und die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Dokumentation.

„Anfang Mai“ von Willi Steffen aus Lübeck hört sich zwar sehr harmlos an, ist aber in Wirklichkeit ein Krimi- zwar ohne Leichen, aber mit viel Leid.
Wer hat das Entengelege im Garten ausgeraubt? War es der Hund? Oder wer?
Nach einer Nacht auf der Lauer stand der Täter fest: es war der Igel, der im Garten wohnte.
Die Ente war zwar die Leidtragende durch den Verlust ihrer Eier, aber dem Räuber wurde noch einmal verziehen- er musste nicht in Haft.
Dieser Film hat mir viel Vergnügen bereitet und wurde von der Jury mit einem dritten Preis ausgezeichnet.

Günter Jepsen aus Flensburg zeigte uns seine Reportage „Tauwerk“. Mit eindrucksvollen Bildern zeigte er uns kurz und präzise, wie ein Seil in einer Reeperbahn entsteht. Wie immer hat es der Autor geschafft, den Seiler so toll erzählen zu lassen, dass man alles auf Anhieb verstand. Sogar ich!
Dieser Film bekam einen zweiten Preis und die Weitermeldung zur Reportage.

Wer fährt schon freiwillig nach Helgoland? Wo es doch mitten im Wasser liegt?
Nun, ich habe es nicht mehr nötig, denn ich habe den Film „Lust auf die Insel“ von Kurt Adolf gesehen, denn der hat mir die Insel nahegebracht, ohne dass ich selbst dort hin muss.
Abseits vom Touristenstrom konnten wir die herrlichen Bilder der Insel genießen, untermalt vom gewohnt humorigen Text von Kurt Adolf. Das kann er ja!
Er bekam einen dritten Preis.

„Sindbad“ lautete der Titel des 8. Filmes. Lothar Sack aus Lübeck hat ihn gemacht. In eindrucksvollen Bildern konnten wir die Geburt eines Haflinger-Fohlens miterleben.
Lothar war hautnah dabei, auch wenn seine Ehe darüber fast in die Binsen ging.
Nun, eine Geburt lässt sich nicht terminieren, und es waren einige Tage- und Nächte Geduld nötig. Dafür wurden wir aber entschädigt, es war eine wunderschöne Studie vom Verhalten der schönen Haflinger-Pferde.
Dieser Film bekam dann auch die höchste Bewertung, die Goldene Filmspule und den Publikumspreis. Er wurde weitergemeldet zum Tier- und Naturfilm und bekam den Sonderpreis Audio für den dramaturgisch besten Einsatz von Tönen.

„Hamburg am Sonntag“, der 9. Film des Wettbewerbs, bekam zwar „nur“ eine Teilnehmerurkunde, war aber trotzdem unheimlich wichtig. Es war nämlich eine echte Gemeinschaftsarbeit des gesamten Clubs aus Farmsen.
Jedes Mitglied bekam eine Aufgabe gestellt, jeder sollte sich Gedanken über die Möglichkeiten, den Sonntag zu verbringen, machen.
Dabei kam ein höchst vergnügliches gereimtes Werk heraus; die Möglichkeit, so etwas im Club zu machen, sollte vielleicht auch von anderen genutzt werden.

Dieter Kobrock aus Rendsburg zeigte uns „Rio- bunte Stadt“. Dabei beschränkte er sich nicht auf die bekannten bunten Seiten der Stadt, sondern machte auch aufmerksam auf die Schattenseiten, die so genannten Farvelas, die Armensiedlungen. Wie nahe Reichtum und Armut zusammen sein können, sahen wir in diesem bunten Bilderbogen.
Dieser Film erhielt einen dritten Preis.

Ein ungewöhnlicher Tierfilm mit dem Titel „Das Jahr der Alsterschwäne“ war der 11. Film des Wettbewerbs. Gerhard Jagow aus Farmsen zeigte uns in diesem Film, wie die Schwäne, die den Sommer auf der Alster verbringen, aus dem Winterquartier zu ihrem Gewässer getrieben werden. Dass wir dabei die tragische Liebe eines einzelnen Schwanes zu einem Plastikkameraden miterleben durften, war besonders sehenswert. Im Spätherbst, bevor die Nachtfröste einsetzen, werden die Schwäne dann wieder zurückgebracht, nur, dass sie diesmal nicht selbst schwimmen, sondern in Booten transportiert werden.
Ein sehenswerter Film, der auch mit einem 2. Preis belohnt wurde.

„Interview mit einem Unsterblichen“ hieß der 12. Film des Wettbewerbs. Helmut Specht aus Farmsen hatte während einer Chinareise die Möglichkeit, die Ausstellung der ausgegrabenen tönernen Kaiserarmee zu besuchen. Die Statue eines Kaisers brachte ihn auf die Idee, die Bilder dieses Films als Interview mit diesem Kaiser zu gestalten. Dabei lernten wir einiges über die Ziele und Grundsätze der chinesischen Kriegsführung. Leider hatte der Autor nicht die Möglichkeit, sehr nahe an die Objekte zu kommen, da natürlich viele Touristen das gleiche Ziel hatten.
Dieser Film bekam eine Teilnehmerurkunde.

Im 13. Film „Segeln wie gestern“ von Hans- Jürgen Paulien aus Lübeck mussten wir wieder aufs Wasser. Diesmal nach Wismar. Die Crew bestand nur aus Männern, es wurde angepackt, die Segel gesetzt, reichlich gegessen und getrunken. Frauen hatten dabei nichts zu suchen. Ein Höhepunkt des Films war die Rivalität zweier Crews, nämlich die des Filmseglers- leider ist mit der Name entfallen- und der Besatzung des Seglers „Brigitta“ – dem Schiff mit den roten Segeln.
Wer nachher letztendlich gewann, war völlig nebensächlich- der Spaß der Männer war auf der Leinwand zu sehen und zu fühlen; ein toller Film.
Er bekam dann auch einen zweiten Preis.

Vom Wasser zum Feuer- im 14. Film des Wettbewerbs konnten wir miterleben, wie ein Glas entsteht – vom Rohling über die Farbgebung bis zur Vollendung. Nico Bossen aus Flensburg zeigte uns in seinem Film „Ein Leben mit Glas“, wie viel Handwerkskunst nötig ist, um so einen Kunstgegenstand zu gestalten.
Schöne Detailaufnahmen machten diesen Film sehenswert.
Er bekam einen dritten Preis.

„Alter Wein zwingt zum Erinnern“ von Franz Lehmer aus Rendsburg war zwar der letzte, aber bei weitem nicht d a s Letzte. Mit dem bekannten Lehmer-Humor gelang ihm und Leonie ein Kabinettstückchen, das voll aus dem Leben gegriffen war.
Man sollte also nicht zu viel vom Rebensaft zu sich nehmen, da man schnell dabei ist, seine Sünden und Verfehlungen zu beichten. Die späte Rache folgte dann auch auf dem Fuße. So ist das bei zu viel Wein.
Der Gag auf, den Punkt gebracht, brachte dann auch die Belohnung- einen zweiten Preis und die Weitermeldung zur Familiade. Zusätzlich gab es den Prisma-Preis für einen Film mit einer humorvollen Handlung.

So, das war ein langer Bericht, aber es gab so viel zu sagen über alle Filme. Wieder einmal hat es sich gezeigt, dass die Kreativität unserer Landesmitglieder ungebrochen ist.
Besonders möchte ich mich auf diesem Wege noch einmal bei dem Glückstädter Club bedanken. Ihr habt Euch so viel Mühe gemacht, es war ein wirklich schöner Tag.
Der nächste Wettbewerb findet am 25.03.06 in Flensburg statt.
Bitte diesen Termin schon einmal vormerken und die Drehbücher in den Köpfen aktivieren. Die Zeit geht schneller, als man denkt.

So, das war´s für dieses Halbjahr, ich melde mich wieder bei Bedarf, spätestes im März nächsten Jahres.
War nett. Euch alle wieder zu sehen, wir sehen uns dann demnächst—wenn Sie mögen!

Herzliche Grüße

Ute Riecken

    Und hier noch ein Zeitungsartikel der „Norddeutschen Rundschau“ als PDF zum Download
     
   
     
05. März 2005   47. Landeswettbewerb für Film und Video
in der Stadt Nortorf
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Am 05.03.2005 fand der 47. Landeswettbewerb des SHLFA wieder einmal in Nortorf, dem Mittelpunkt von Schleswig Holstein statt. 15 Autoren stellten ihre neuesten Werke vor, insgesamt waren 17 Filme gemeldet. Die Jury hatte es nicht leicht, doch am frühen Abend standen die Ergebnisse fest:

Die Goldene Filmspule (für den Film mit der höchsten Wertung) mußten sich zwei Autoren teilen: Sowohl der Film " Der Auwald" von Günter Stuhr (Einzelmitglied) als auch der Film "Kistenfracht für Oued- el - Abid" von Lothar Sack (Lübeck) konnten die höchste Wertung auf sich vereinen. Beide Filme wurden zum Tier- und Naturfilm weitergemeldet. "Der Auwald" erhielt zusätzlich noch den Publikumspreis. Im Film "Der Auwald" berichtete der Autor über die letzten Auwälder von Deutschland und wies auf die Wichtigkeit hin, diese Landschaften zu schützen. "Kistenfracht für Oued-el-Abid" zeigte uns eine Aufzuchtstation in Deutschland für eine bedrohte Affenart in Afrika.

Der Film mit der zweithöchsten Wertung bekam den Wanderpreis des BDFA und die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Dokumentarfilm. In diesem Film " Quo vadis- manum factum" von Willi Speck (Flensburg) ging es um die Situation des Handwerks gestern und heute. Der Film "Beim Zahnarzt" von Reiner Funk (Bad Segeberg) erhielt einen zweiten Preis und die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Reportage. Er begleitete eine Kindergruppe in eine Zahnarztpraxis , um zu zeigen, wie wichtig es ist, Kindern früh die Angst vorm Zahnarzt zu nehmen. Dieser Film erhielt die Silberne Schere für einen besonderen Schnitt. Der Film "11.Uhr 21" von Ulf Kalkschmidt (Rendsburg) erhielt einen zweiten Preis und die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Spielfilm. Ein Reisender macht Bekanntschaft mit einer sprechenden Waage, die Konsequenz folgt auf dem Fuße. Der Film erhielt den Prisma- Wanderpreis für einen besonders humorvollen Film. Zu sehen wird der Film auf den DAFF in Sebnitz sein, denn er wurde von den Eulenspiegeleien direkt dorthin gemeldet.

Dies ist nur eine kleine Auswahl der Filme, die gelaufen sind. Jeder einzelne war sehenswert, und ich bin jedesmal begeistert über die Kreativität der Autoren. Auch wenn die Jury nicht nur erste Preise verteilen konnte und mancher Autor vielleicht ein bißchen enttäuscht darüber war, daß sein Film nicht so gut abgeschnitten hatte wie erhofft, denke ich schon, daß alle weiter machen und uns zum 48. Landeswettbewerb am 22.10.05 in Glückstadt weiterhin mit ihren Werken erfreuen.

Bericht von
Ute Riecken
   
   
     
23.Oktober 2004   46. Landeswettbewerb für Film und Video
in der Stadt Nortorf am
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Die VFG Rendsburg richtete am 23. 10. 04 zum achten Mal in der Stadt Nortorf den 46. Landeswettbewerb für Film und Video aus. 16 Filmautoren stellten sich mit ihren Filmen einer kritischen Jury. Wieder einmal überzeugten die Autoren das Publikum mit einer Menge Kreativität, die dieses auch mit viel Beifall belohnten. Wenn auch nicht jeder Autor mit der Wertung der Jury zufrieden war, konnte man doch die Kritik so auslegen, daß man jeden guten Film noch besser machen könnte. Warten wir also die nächsten Werke ab.

Drei Filme wurden mit einem ersten Preis belohnt. Zunächst einmal der Film "Full pull", eine Reportage von Ulf Kalkschmidt aus Rendsburg. Er hat einen begeisterten Schrauber bei der Fertigung eines Wettkampftraktors beobachtet und seine sowie die Beweggründe und Reaktionen seiner Frau und seines Umfelds aufgezeichnet. Dieser Film erhielt den BDFA-Wanderpreis für die zweithöchste Wertung und erreichte die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Reportage. Teilen mußte er den BDFA- Wanderpreis mit dem Film "In der Mitte des Gartens" von Henning Timm aus Lübeck. Er beschrieb in seiner Dokumentation die Schwierigkeit, sich aus einem überharmonischen Elternhaus zu lösen. Dieser Film erhielt ebenfalls einen ersten Preis und wurde zur Familiade weitergemeldet.

Die Goldene Filmspule , den Publikumspreis und den Sonderpreis der Stadt Nortorf für den Film mit der höchsten Wertung errang der Familienfilm "Rosa rot" von Ute und Peter Riecken aus Rendsburg. Dieser Film zeigt, was sich daraus entwickeln kann, wenn man aus einer lieblosen Beziehung in eine rosarote Traumwelt flüchtet. Der Film "Der musikalische Wasserhahn" von Harald Breddin von der VHS Farmsen erhielt einen 2. Preis und den Prisma- Sonderpreis für einen besonderen Trickfilm. Weitergemeldet zum Reisefilm wurde der Film "An den Ufern der Weser" von Kurt Adolf aus Kiel, der einen zweiten Preis erhielt. Der Film "Glasmalerei im Gegenlicht" von Alfred Schildhauer aus Glückstadt errang einen zweiten Preis und wurde zum Bundeswettbewerb Dokumentarfilm gemeldet. Zum Wettbewerb Reportage wurde der Film "Balance Akte" von Jutta Kerlin aus Farmsen gemeldet. Dieser Film bekam einen 3. Preis.

Bericht von
Ute Riecken
   
   
06.März 2004   45. Landeswettbewerb für Film und Video
in Bad Segeberg

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Jugendbildungsstätte "Mühle"

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Anfang März fand der 45. Landeswettbewerb für Film und Videoamateure des SHLFA in Bad Segeberg statt. Es waren 22 Produktionen gemeldet und wieder waren wieder fast alle Kategorien vertreten. Die Konkurrenz war groß und die höchste Auszeichnung, die "Goldene Filmspule" wurde gleich zweimal vergeben.

Die Reportage "Abitur - und dann" von Ulf Kalkschmidt (VFG Rendsburg) sowie die Dokumentation "Bruder Thaddäus - Abenteuer mit Franziskus" von Peter und Karla Bech (AFC Glückstadt) erhielten beide die höchste Punktwertung und somit die begehrte Filmspule. Beide Videos wurden weitergemeldet zu den jeweiligen Bundeswettbewerben. Außerdem erhielt der Film "Abitur - und dann" den Publikumspreis.

Einen 1. Preis und den BDFA- Wanderpreis für den Film mit der zweithöchsten Wertung bekam "Unikate" von Werner Rumpel von der "asfa Lübeck" zugesprochen; er wurde weitergemeldet zum Reportagewettbewerb. "Inmitten einer Kleinstadt - Lederfabrik Gebrüder Kobel" von Alfred Schildhauer (AFC Glückstadt) erhielt einen 2. Preis und den Sonderpreis der Stadt Bad Segeberg. Der Prisma-Wanderpreis für einen besonders humorvollen Film und ein weiterer 2. Preis ging an Norbert Schwarzschulz (asfa Lübeck) für "Rotkäppchen", und für seinen Videoclip "Nichts Neues" erhielt er einen 3. Preis und den Sonderpreis von 4Di-Motion für gelungene Spezialeffekte mit Casablanca. Günter Jepsen (faf Flensburg) bekam einen 2. Preis, die "Silberne Schere" für besonderen Schnitt und die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Lokalchronik für "Aus alt wird neu". Einen 2. Preis und eine Weitermeldung zur Familiade erhielt das Autorenteam Ute und Peter Riecken (VFG Rendsburg) für "Memento momente - Stadt der Erinnerungen". Das große Filmaufkommen hat wieder einmal gezeigt, dass die Kreativität ungebrochen ist. Wir hoffen, dass es so weiter geht und freuen uns schon auf den nächsten Wettbewerb, der am 23.10.04 in Nortorf stattfinden wird.

LV-Vorsitzender Manfred Stark zum BDFA-REPORT nach der Veranstaltung: "Der Segeberger Schmalfilm- & Videoclub nahm seine 20-Jahr-Feier zum Anlass, den 45. Landes-Filmwettbewerb auszurichten. Bürgermeister Hans Joachim Hampel und Landrat Gorrissen bereicherten die Veranstaltung mit ihrer Anwesenheit. Die Begrüßungsworte des Landrats, geprägt von fundiertem Sach- und Fachwissen unseres Handwerkes, verblüfften selbst den Landesvorsitzenden, der in seinen Worten dann sogleich eine sofortige Clubmitgliedschaft vorschlug. In den Räumen der Jugendbildungsstätte, der sog. "Mühle", ergaben sich vorzügliche Bedingungen für Projektion, Preisverleihung und Gemütlichkeit. Die stark feminin geprägte Jury kam anfangs nicht so recht in Schwung, diskutierte sich dann aber immer besser ein, so dass sich die Autoren letztlich, bis auf eine Ausnahme, gerecht beurteilt fühlen konnten!"

Bericht von
Ute Riecken
   
   
     
08. November 2003   44. Landeswettbewerb für Film und Video
in Bad Schwartau
Collage Bad Schwartau   Am Samstag, dem 08.11.2003, war es wieder einmal so weit: Der 44. Landeswettbewerb des SHLFA fand diesmal in Bad Schwartau statt. Dies ist ja in Schleswig- Holstein immer ein großes Ereignis in Filmerkreisen, und sie waren auch alle gekommen, aus sämtlichen Clubs des Landes. Vierzehn Filme waren zu sehen und zu beurteilen; ein schweres Los für die Jury. Vom Reisefilm über Dokumentationen bis hin zu Familienfilm und Spielfilm war alles vertreten. Sogar zwei Super-8 Filme waren gemeldet, die auch von den Zuschauern mit gebührender Bewunderung bedacht wurden, sind sie doch sehr selten geworden. Die Jury leistete gute Arbeit, um alle Filme gerecht zu bewerten, auch wenn sie nicht immer einer Meinung mit dem Publikum waren.

Einen ersten Preis und die Goldene Filmspule errang der Film "oben war der Almöhi nicht" von Ute und Peter Riecken von der VFG Rendsburg. Er wurde weitergemeldet zum Bundeswettbewerb Familienfilm. Der Reisefilm "Kalifornien - meine Traumreise" von Henning Timm von der asfa Lübeck erhielt einen zweiten Preis, den Publikumspreis und den BDFA-Wanderpreis für den Film mit der zweithöchsten Wertung. Gleichzeitig wurde er weitergemeldet zum Bundeswettbewerb Reisefilm. Ebenfalls einen zweiten Preis erhielt die Reportage "Eine Geigenbauerwerkstatt in Flensburg" von Günter Jepsen von den filmakteuren Flensburg. Der Film erhielt den Sonderpreis "Silberne Schere" für den besten Schnitt. Er wurde weitergemeldet zum Bundeswettbewerb Reportage. Der Super-8 Film "Zwischenstop auf Jamaica" von Manfred Köhler von der asfa Lübeck erhielt einen zweiten Preis und die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Reisefilm. Die schwarze Komödie "Room to let" von Gerhild Becker vom Segeberger Schmalfilm- und Videoclub bekam einen zweiten Preis und die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Spielfilm. Einen dritten Preis und die Weitermeldung zum Bundeswettbewerb Reportage erhielt der Film "Balance" von Lothar Sack, asfa Lübeck.

Auch wenn nicht jeder Film so abgeschnitten hat, wie sich es jeder Autor erträumt, hat sich die Arbeit doch gelohnt, insofern, als wir als Zuschauer in den Genuß gekommen sind, ihn zu sehen. Allein deshalb lohnt es sich schon, weiterzumachen, denn wir wollen noch viel sehen!

Der 08.11.03 war nicht nur Wettbewerb, sondern auch ein Jubiläum! Der ausrichtende Club "ap- Bad Schwartau" feierte 35-jähriges Bestehen. Also ein Grund, mitzufeiern! Die Organisation war prima, die Verpflegung am Tage sehr gut und das !!selbstgemachte!! Büfett am Abend schlicht "Spitze"! Die zahlreichen Gebliebenen hatten einen wunderschönen Abend, der dann auch ziemlich lange dauerte. An dieser Stelle noch einmal ganz herzlichen Dank für all die Mühe!

Bericht von
Ute Riecken
   
   
     
08. März 2003   43. Landeswettbewerb für Film und Video
in Heide

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bild Manfred Stark

Manfred Stark
SHLFA-Vorsitzender

  Der 43. Landeswettbewerb des SHLFA fand in diesem Frühjahr in Heide, der Stadt mit dem größten Marktplatz in Schleswig- Holstein, statt. Es waren 19 Filme gemeldet, von denen jedoch zwei zurückgezogen wurden. Trotzdem machte es viel Spaß, waren doch alle Streifen sehenswert.

Heide, die Stadt mit dem größten Marktplatz in Schleswig- Holstein, war Austragungsort des Landeswettbewerbs Marktplatz in HeideDie "Goldene Filmspule" ging 2003 an Günter Stuhr . Sein Video "Der Tote im Starnberger See" geht in bemerkenswerter Weise auf den rätselhaften Tod des Bayrischen Märchenkönigs Ludwig II. ein. Die eindrucksvollen Aufnahmen und der gute Text beeindruckten die Jury so, dass sie dieser Produktion die höchste Wertung gab. Einen weiteren 1. Preis bekam "Carlo und die Frühgeschichte" von Lothar Sack zugesprochen: Er begleitete den dänischen Kunsttischler und Wikingerkenner Carl- Heinz Gloy. Wir konnten dabei die Rekonstruktion eines Königsstuhls aus der Wikingerzeit hautnah miterleben. Dieser Streifen erhielt den BdFA-Wanderpreis und die "Silberne Schere" für den besonderen Schnitt. Günter Jepsen aus Flensburg errang mit "Ach lieber Schuster du", einer Reportage über das aussterbende Handwerk der Schuhmacher, den Publikumspreis. Darin porträtierte er den Schuhmachermeister und seine Lehrlingsfrau so eindrucksvoll und nah, dass dieser Streifen eine ganz dichte Atmosphäre ausstrahlte.

Dass auch in Schleswig- Holstein die Videoclips nicht zu kurz kommen, bewies Norbert Schwarzschulz mit "Mülldau". Er verschmolz das Musikstück "Die Moldau" so geschickt mit den Müllbergen der Love Parade und den Effekten von Casablanca, dass die Jury ihm den "Preis für besonders gut eingesetzte Effekte", den Casablancahändler Schirren ausgesetzt hatte, zuerkannte; gleichzeitig erhielt "Mülldau" noch den Prisma- Wanderpreis für den besten Trickstreifen. Den Sparkassenpreis, gestiftet vom Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein, für das "beste heimatkundliche Video" bekam Rainer Funk's Reportage "Schleswig-Holstein-Tag 2002".

Der Landes-Filmwettbewerb in Heide schlug in der Presse verhältnismäßig hohe Wellen Manfred Stark SHLFA-Vorsitzender Manfred Stark nach der Veranstaltung: "Der Landes-Filmwettbewerb in Heide schlug in der Presse verhältnismäßig hohe Wellen. Das Regionalfernsehen war angetreten und filmte und interviewte ca. zwei Stunden und billigte uns 44 Sekunden Sendezeit werbewirksam zu. Die Presse der Tageszeitung war vor Ort, berichtete großzügig in Schrift und Bild. Die "Restebörse" wurde von den Anwesenden sehr gut angenommen und sollte auch bei künftigen Veranstaltungen angeboten werden. In unserem Landesverband läuft zur Zeit, ähnlich dem BDFA-Umlaufprogramm, ein Filmbeitrag der Amateurfilmer Heide. Das VHS-Video zeigt das "Drumherum" eines Landes-Filmwettbewerbes für die, die nicht dabei sein konnten und die, die spüren, dass sie vielleicht doch etwas versäumt haben. Auch unsere geschätzten Einzelmitglieder sind herzlich willkommen. Der 'arbeitskreis perforation' Film- und Videoclub Bad Schwartau blickt in diesem Jahr auf den Gründungstag vor 35 Jahren zurück. Anlässlich des 44. Landes- Filmwettbewerbes am 8. November 2003 wird uns wahrscheinlich ein rauschendes Fest erwarten!"

Auch wenn ich nicht alle Filme hier erwähnen konnte, möchte ich trotzdem betonen, dass alle Streifen, die auf diesem Wettbewerb gezeigt wurden, sehenswert waren. Seien es die Reisefilme, die Reportagen, Spielfilme oder Dokumentationen, Familienfilme, Videoclips und Lokalchroniken, sie alle gaben einen tiefen Einblick in unser gemeinsames Hobby, das Filmen. Und jedes Mal freue ich mich über die Vielfalt und Kreativität der Autoren. Solange es so viele Filmer und so verschiedene Interpretationen gibt, brauche ich mich nicht vor dem "Aussterben des BDFA" zu fürchten.

Bericht von
Ute Riecken
   
     

 

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